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Unser Programm

Category: Demnächst

MANTA MANTA – ZWOTER TEIL

Bertie hat schon vor einiger Zeit seine Rennfahrerkarriere an den Nagel gehängt und betreibt mehr schlecht als recht eine Autowerkstatt und eine angeschlossene Kartbahn. Als er mit der Tilgung eines Darlehens in Rückstand gerät und die Bank mit Zwangsversteigerung des Grundstückes droht, fasst Bertie einen waghalsigen Plan: Die Siegerprämie beim anstehenden großen 90er-Jahre-Rennen könnte seine finanziellen Probleme auf einen Schlag lösen. - Über 30 Jahre und kein bisschen ist der Lack ab. Lange mussten Manta-Jünger und Ruhrpott-Romantiker warten. Der erste Teil machte den davor wenig bekannten Til Schweiger zum Publikumsliebling in Deutschland, der Film wurde zum Kult und zur Ode an die Raserei und Auto-Tuning. Wieder mit an Bord sind natürlich auch Tina Ruland als Kult-Blondine „Uschi“ und Michael Kessler als Berties bester Kumpel „Klausi“.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
PFINGSTMONTAG, 29.05., 17 UHR

COCAINE BEAR

Schwarzbären bleiben normalerweise für sich und dass Menschen sie zu Gesicht bekommen, ist eher eine Seltenheit. Doch das ändert sich, als eines der Tiere mit großen Mengen von Kokain in Berührung kommt. Das Rauschgift gehört eigentlich ein paar Kriminellen, doch nachdem der Bär sich eine nicht gerade kleine Menge davon einverleibt hat, wissen auch sie, dass es besser ist, Reißaus zu nehmen. Denn nun begibt sich das zugekokste Tier auf einen regelrechten Amoklauf und kein urlaubender Tourist, Teenager, Polizist und Gangster, der jetzt noch im Wald unterwegs ist, ist sicher. - Die Begegnung mit einem wild gewordener Bären auf dem Trip seines Lebens basiert auf einer wahren Begebenheit. Der blutige Horrortrip und die wilde Jagd nach Kokain kann zuweilen gehörig Spaß machen und ist genau das, was der Titel zu erwarten verspricht: Ein ziemlich wilder (Drogen-)Trip.

SAMSTAG, 27.05., 22.30 UHR

JOHN WICK – KAPITEL 4

Profikiller John Wick hat mit seinem Rachefeldzug die halbe Unterwelt gegen sich aufgebracht. Die Hohe Kammer hat genug. Sie setzt den Marquis de Gramont mit allen Vollmachten ein, um Wick endgültig zur Strecke zu bringen. - Wer die letzten Worte von „John Wick 3: Parabellum“ noch im Ohr hat, weiss worauf er sich beim Abschluss der Reihe freuen kann. Die Prügelparty geht weiter: Teil 4 führt tiefer in die Welt der Killer ein, aber vor allem erforscht er die Möglichkeiten des Actionkinos und bietet Szenen, die Fans so noch nicht gesehen haben. Reeves‘ Wick erreicht endgültig den Status einer Ikone und liefert das perfekte Crescendo eines der größten Action-Reihen in der Geschichte des Kinos ab. Das für unmöglich gehaltene, sehr eigene, herrlich rockige Action-Franchise muss bitte fortgesetzt werden Ein Tipp: Es lohnt sich, bis zum Ende des Abspanns sitzen zu bleiben.

SAMSTAG, 20.05. | PFINGSTMONTAG, 29.05. jeweils 20 UHR

TAGEBUCH EINER PARISER AFFAIRE (CHRONIQUE D‘UNE LIAISON PASSAÉRE)

Guter Sex ist Charlotte auch mit über 50 noch sehr wichtig. Auf Beziehungen legt sie hingegen eher weniger Wert, die braucht sie in ihrer aktuellen Lebensphase einfach nicht mehr. Als sie eines Tages Simon über den Weg läuft, ist das für sie daher ideal. Die körperliche Anziehungskraft ist da, gleichzeitig ist er verheiratet und Familienvater. Ein bisschen Spaß zwischendurch, mehr wollen sie gar nicht. Wobei sie sich auch persönlich gut verstehen und sich über alles Mögliche austauschen können - was die Geschichte dann doch irgendwie kompliziert macht. - Die wunderbare Anti-RomCom ist bereits der elfte Spielfilm des Regisseurs Mouret. Er muss also nicht mehr entdeckt werden. Man muss nur aufhören, ihn zu übersehen. Seit zwanzig Jahren erzählt er mit zunehmendem Raffinement Geschichten über den Mechanismus der Gefühle und die Nebenwirkungen des Begehrens.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
SONNTAG, 14.05. | DONNERSTAG, 18.05. | SONNTAG, 28.05. (frz. OMU) jeweils 20 UHR

THE ORDINARIES

Die Welt ist aufgeteilt in Haupt- und Nebenrollen und Menschen mit Filmfehlern werden verfolgt und ausgegrenzt. Paula ist 16 Jahre alt und bekommt die Chance, von einer einfachen Nebenfigur zu einer Hauptfigur befördert zu werden. Die entscheidende Prüfung steht kurz bevor. Das Problem ist nur: Sie schafft es einfach nicht, eine Filmmusik zu komponieren, weswegen sie sich auf die Suche nach Antworten macht, was mit ihr nicht stimmt. - Der deutsche Film scheut das Risiko, setzt lieber auf
gefällige Stoffe, die von Sendern und Förderern problemlos durchgewunken werden? Manchmal zahlt es sich aus, experimentierfreudig zu sein, sich von ungewöhnlich-schrägen Ideen nicht abbringen zu lassen, sondern an ihnen festzuhalten und diese auch umzusetzen. Das überbordende Füllhorn fantasievoller Ideen ist einfach famos, die visuelle Umsetzung gerät großartig. Ein Hoch auf diesen wagemutigen Abschlussfilm von Sophie Linnenbaum und den höchstwahrscheinlich originellsten deutschen Film des Jahres.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
SAMSTAG, 13.05. | SONNTAG, 21.05. | FREITAG, 26.05. jeweils 20 UHR

MAIGRET

Paris in den 1950ern: Als die blutverschmierte Leiche einer jungen Frau gefunden wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Wer könnte es auf sie abgesehen haben? Und wer ist diese Frau überhaupt? Kommissar Maigret ist fest entschlossen, nicht nur die Hintergründe des Mordes zu klären, sondern auch mehr über die Tote zu erfahren. - Wie den Privatdetektiv Sherlock Holmes erkennt man auch den Kommissar Jules Maigret bereits an seinem Mantel und seiner Pfeife. Im Gegensatz zu seinem Londoner Kollegen löst der Pariser Ermittler seine Fälle aber nicht mit kühler Analytik, sondern mit warmer Empathie. In Deutschland zwar längst nicht so bekannt wie die Geschichten von Arthur Conan Doyle, wurden die 75 (!) zwischen 1931 und 1972 erschienenen Maigret-Romane des belgischen Schriftstellers Georges
Simenon bereits Dutzende Male verfilmt. Nun schlüpft Gérard Depardieu in die Rolle des einfühlsamen Polizisten und liefert unter der Regie von Patrice Leconte eine einnehmende, von Wehmut durchdrungene Darbietung ab.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
FREITAG, 12.05. | MITTWOCH, 17.05. jeweils 20 UHR

LARS EIDINGER – SEIN ODER NICHT SEIN

Wer ist Lars Eidinger? Der größte Schauspieler seiner Generation oder deren nervigster Schaumschläger? An Lars Eidinger scheiden sich die Geister, von den deutschen Bühnen und dem internationalen Kino ist der Berliner jedoch nicht mehr wegzudenken. Natürlich ist das Bild eines sensiblen, missverstandenen Künstlers auch ein Klischee, vielleicht sogar eine Rolle, in der es sich jemand wie Eidinger auch gemütlich einrichten könnte. Wenn man dann aber Momente bei Proben beobachten kann, bei denen Eidinger auf einmal beginnt, den Regisseur anzubrüllen oder ihm bei der Besprechung einer Szene die Tränen kommen, begreift man endgültig, wie sehr dieser Mann für seinen Beruf, seine Leidenschaft brennt. Eidinger mag bisweilen anecken, manchmal nerven, aber jemand der mit solcher Emphase, mit ganzem physischem und psychischem Einsatz auf der Bühne oder vor der Kamera steht, muss man zumindest respektieren. Das herausgearbeitet zu haben macht Reiner Holzemers Film zu mehr als einer hagiographischen Dokumentation: Ein sensibles, hellsichtiges Porträt über einen geborenen Schauspieler.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DONNERSTAG, 11.05., 20 UHR

SENECA

Nachdem er viele Jahre im Exil verbringen musste, wird Seneca auf Geheiß von Agrippina zurück nach Rom geholt. Dort soll er ihren Sohn Nero unterrichten, der ihren Plänen zufolge einmal Kaiser werden soll. Dies gelingt tatsächlich. Weniger geplant ist allerdings, dass der Jugendliche einen starken Willen hat und eine Vorliebe für Grausamkeiten hegt. Erst lässt er seine Mutter ermorden und auch der in Ungnade gefallene Seneca soll sterben. Für den Lehrer und Philosophen ist aber klar, dass er dieses Schicksal nicht wortlos annehmen wird. - Nach seinen Hollywood-Erfolgen wechselt der aus Stuttgart stammende Robert Schwentke mühelos vom Popcorn-Kino zur Philosophie und lässt John Malkovich mit einer schwindelerregenden “Tour de force“ auftreten. Entgegen den Erwartungen ist dies kein Bauchgepinsel für bildungsbeflissene Altphilologen, sondern ein antiker Stoff im zeitlos künstlerischen Gewand mit aktuellen Anspielungen über das Versagen der Vernunft angesichts der grausamen Realität. Eine Parabel über Macht und Machtmissbrauch als bitterböse Komödie.

SONNTAG, 07.05. | SAMSTAG, 27.05. jeweils 20 UHR

INSIDE

Kunstdieb Nemo hat sein nächstes Ziel gefunden: Ein New Yorker Penthouse, dessen Eigentümer für die nächsten paar Monate in Kasachstan ist. Eigentlich ein einfaches Ziel, aber ein Fehler von Nemos Partner aktiviert die Alarmanlage und die Notfallverriegelung der Wohnung, während sich Nemo noch in ihr befindet. Wasser und Gas sind abgestellt, der Kühlschrank so gut wie leer. Umgeben von purem Luxus beginnt für Nemo also eine physischer und psychischer Überlebenskampf.
- Was Tom Hanks kann, kann Willem Dafoe schon lange: Einen ganzen Film auf seinen Schultern tragen. Musste Ersterer in der Robinsonade „Cast Away“ auf einer einsamen Insel ums nackte Überleben kämpfen, gerät Letzterer während eines Einbruchs in eine existenziell bedrohliche Lage. Dem US-Schauspieler mit den markanten Gesichtszügen dabei zuzuschauen, wie er das Quasi-Ein-Personendrama mühelos stemmt, ist eine wahre Freude.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
SAMSTAG, 06.05. | DONNERSTAG, 25.05. (OMU) jeweils 20 UHR

OLAF JAGGER

Eigentlich fängt alles ganz harmlos an: Olaf Schubert räumt den Keller im Haus seiner Eltern auf, und zufällig ist ein Filmteam dabei, mit dem er Aufnahmen für seinen eigenen YouTube-Kanal machen will. Vor einiger Zeit ist seine Mutter verstorben, die zu DDR-Zeiten Moderatorin beim Jugendradio “DT 64“ war, und Olaf Schubert sichtet den Nachlass. Er kramt in Erinnerungen, sortiert aus und da... findet er zwischen ordentlich beschrifteten alten Tonträgern mit Interviews auch eines mit der Aufschrift „1965, Mick Jagger - Münster“. Was nun folgt ist eine Sensation, erschüttert die deutsche Show- und Kino-Landschaft und wirft Fragen über Fragen auf. - Olaf Schubert, auch bekannt als “das Wunder im Pullunder”, hatte herausgefunden, dass Mick Jagger möglicherweise sein Vater sein könnte. War das vielleicht die Erklärung für die unbändige Dynamik und die große Musikalität des bekannten Comedians? Existiert da nicht tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem mittlerweile beinahe 80-jährigen, immer noch aktiven Leadsänger der Rolling Stones und dem drahtigen Sachsen?

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DONNERSTAG, 04.05., 20 UHR