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Unser Programm

Category: Dieser Monat

NOMADLAND

Seit sie im Zuge des wirtschaftlichen Niedergangs ihrer Heimatstadt ihr Zuhause und ihre Existenzgrundlage verloren hat, driftet eine ältere Frau in ihrem Van durch die USA, immer auf der Suche nach Arbeit. Dabei begegnet sie anderen Menschen, die ihr Schicksal teilen und findet Anschluss an kurzzeitige Gemeinschaften mit anderen modernen Nomaden, bevor sich ihre Wege wieder trennen. Das empathische, überwiegend mit Laien besetzte Frauenporträt lenkt den Blick auf sozial marginalisierte Menschen und lebt von der durch sorgfältige Recherche hergestellten Authentizität. Mitfühlend, aber nie sentimental erforscht der Film die schwierigen Lebensumstände seiner Figuren und betont zugleich ihre Stärke und Würde. - 3 OSCARS

Freitag, 3.9., 20 Uhr | Samstag 11.9., 20 Uhr, Sonntag, 19.9., 19 Uhr (engl. OmU)

SHANE

Shane MacGowan. Rebell, Punk, Poet. Frontmann der legendären Band The Pogues. Begnadeter Songwriter und exorbitanter Selbstzerstörer. Der durchgeknallte Unruhestifter mit irischen Wurzeln, der nach London zog, um in den Underground-Clubs und Pubs die dort gerade entstehende Punkbewegung mit irischem Folk aufzumischen. Aus der Nische des Punk heraus schaffte es Shane, seinen Landsleuten in der aufgeheizten Stimmung des Nordirland-Konflikts eine weithin hörbare Stimme zu geben, mit einer Wucht und Hemmungslosigkeit, die sie bis dahin nie hatten. Und wie nebenbei schuf er mit „Fairytale Of New York“ im Stil einer irischen Folk-Ballade eines der meistgehörten Weihnachtslieder der Briten im 21. Jahrhundert. Nun hat der gefeierte Dokumentarfilmer und Wegbegleiter des Punk, Julien Temple, Shane ein Denkmal gesetzt.

Donnerstag, 2.9., 20 Uhr

CATWEAZLE

Kinoadaption der gleichnamigen britischen Fernsehserie aus den 1970er-Jahren um einen zauseligen Zauberer, der zusammen mit seiner Kröte Kühlwalda aus dem Jahr 1022 in die Gegenwart katapultiert wird, wo sich eine raffgierige Antiquitätenhändlerin seines Zauberstabs bemächtigt. Die temporeiche, mit großem Aufwand inszenierte Komödie entwirft einen großen, darstellerisch und visuell bunt ausgemalten Bilderbogen, in dem Sentiment und Witz hübsch ausbalanciert werden. Die ganz auf den Hauptdarsteller Otto Waalkes zugeschnittene Figur des Magiers tritt streckenweise aber in den Hintergrund, weil auch Nebenfiguren mit viel Liebe zum Leben erweckt werden.

Sonntag, 5.9., 15 Uhr | Sonntag, 12.9., 15 Uhr | Freitag, 24.9., 20 Uhr

EINE NACHT IM LOUVRE: LEONARDO DA VINCI

Zwei Kuratoren führen nachts durch die menschenleere Leonardo-da-Vinci-Ausstellung im Louvre in Paris. Ihre kundigen Kommentare zeichnen die Entwicklung des Malers auf der Suche nach dem Absoluten in der Kunst nach. Die mitunter etwas pädagogische Dokumentation nutzt viele Register der Kamerakunst, unter anderem auch Infrarot-Aufnahmen, um hinter die Geheimnisse der berühmten Gemälde zu kommen. Ein schwelgerischer, von Bach’schen Klaviersonaten untermalter Rundgang durch eine sehenswerte Ausstellung.

Donnerstag, 9.9., 20 Uhr

DER ROSENGARTEN DER MADAME VERNET

Eine Welt voll kleiner Wunder – gefüllt mit dem Duft der Rosen aus dem Burgund

Nach dem Tod ihres Vaters führt eine nicht mehr ganz junge Frau die traditionsreiche Familiengärtnerei im französischen Burgund, deren Existenz durch eine internationale Großzüchterei bedroht ist. Um den Bankrott abzuwenden, will die Gärtnerin eine seltene Rose von der Konkurrenz entführen, um selbst eine neue Sorte zu kreieren. Dazu ist sie aber auf die Hilfe dreier Angestellter angewiesen, die ein Resozialisierungsprogramm durchlaufen und sich bestens auf Einbruch und Diebstahl verstehen.

Freitag, 10.9., 20 Uhr | Sonntag, 26.9., 20 Uhr (franz. OmU)

KAISERSCHMARRNDRAMA

Siebter Teil der Filmreihe um den niederbayerischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer, bei dem die kriminalistische Handlung – der Mord an einem lokalen Erotik-Webcam-Girl – erneut nur eine untergeordnete Rolle spielt. Im Zentrum stehen die Irrungen und Wirrungen im Leben des tiefenentspannten Ermittlers, die einmal mehr durch Freunde und Familie munter vorangetrieben werden. Der vergnügliche Film ist ein Glanzstück in der Reihe nach den Kriminalromanen von Rita Falk. Neben dem pointensicheren Drehbuch und der flotten Inszenierung überzeugt einmal mehr das hervorragend aufeinander eingespielte Ensemble.

Sonntag, 12.9., 20 Uhr | Freitag, 17.9., 20 Uhr | Samstag, 25.9., 20 Uhr

JAZZ AN EINEM SOMMERABEND

Konzertfilm-Klassiker von 1959, der anhand des Newport Jazz Festivals 1958 einen erstaunlichen Querschnitt durch die Jazzgeschichte bietet, wobei diverse historische Stilrichtungen wie New Orleans, Blues, Gospel, BeBop, Standards und Avantgarde nebeneinanderstehen. Erklärtermaßen ein „glücklicher“ Film über Jazz und zugleich eine Feier der saturierten Eisenhower-Ära, in der sich allerdings immer wieder eine gewisse Respektlosigkeit des Filmemachers gegenüber den Musikern abzeichnet und in Bildführung und Materialauswahl rassistische und sexistische Untertöne mitschwingen.

Donnerstag, 16.9., 20 Uhr

PETER HASE 2 – EIN HASE MACHT SICH VOM ACKER

Der abenteuerlustige Hasenjunge Peter ist durch die Geschichten seiner menschlichen Freundin berühmt geworden. Während diese droht, von einem geldgierigen Verleger übervorteilt zu werden, werden der Hase und seine Freunde von einer Tierbande in zwielichtige Pläne verstrickt. Der zweite Teil der teilanimierten freien Verfilmungen der Bücher von Beatrix Potter besitzt weniger innovativen Esprit und anarchistischen Humor wie der Vorgänger. Dank hervorragend choreografierter Action-Sequenzen und frecher Slapstick-Nummern weiß er jedoch weiterhin zu unterhalten.

Sonntag, 19.9., 15 Uhr | Sonntag, 26.9., 15 Uhr

DEUTSCHKURS

Zum Tag des Flüchtlings / Interkulturelle Woche
Sechs junge Flüchtlinge treffen in einem Deutschkurs zusammen. Dort sollen sie lernen, wie man im Deutschen Träume und Wünsche ausdrückt, sind jedoch nicht wirklich bei der Sache. Zu sehr sind sie abgelenkt von dem, was sie wirklich beschäftigt. Sami und Ahmad haben die Bilder von ihrer Zeit im Flüchtlingslager bzw. auf der Flucht im Kopf. Viktor will seine dunklen Erinnerungen durch Theaterspielen bewältigen und Andjela mit ihrer Geige im Jugendsymphonieorchester. Jetzt hat sie einen Brief bekommen, in dem ihre Abschiebung angekündigt wird. Auch Shahrooz macht aus seinen Gedanken Musik: er rappt. Und Filmon träumt von Anne, die er vor kurzem kennengelernt hat.

Donnerstag, 30.9., 20 Uhr

MAKE THE WORLD A BETTER PLACE

Die Weltgemeinschaft hat sich im Jahr 2015 auf 17 globale Nachhaltigkeitsziele geeinigt, um die Welt gerechter und nachhaltiger zu gestalten. Doch wie geht es benachteiligten Menschen im globalen Süden fünf Jahre später? Welche Herausforderungen haben sie? Haben sie Hoffnung in die Zukunft?

Wenn das eigene Einkommen trotz harter Arbeit kaum ausreicht oder wenn der Kaffeeanbau durch den Klimawandel nach Generationen mühevoller Arbeit auf einmal auf der Kippe steht, dann spüren Kleinbauernfamilien und Arbeiter*innen die Härte vom Machtungleichgewicht im Handel. Fairtrade zeigt, dass mit fairen Handelsbedingungen eine nachhaltige Zukunft möglich ist.

In Make The World a Better Place sprechen die Menschen, die direkt erleben, wie nah unsere Welt gerade an einem unumkehrbaren Punkt steht. Menschen, die Initiative ergreifen und etwas verändern, damit wir gemeinsam das Steuer rumreißen und die Welt fair neugestalten.

Donnerstag, 23.9., 20 Uhr