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Unser Programm

Category: Dieser Monat

GIRL GANG

In einer medial aufgeblasenen Welt, in der die verschiedensten Marken vermehrt mit sogenannten Influencer*innen ihre Produkte bewerben und junge Menschen durch Instagram und Co. ihren Lebensunterhalt verdienen können, folgt die Dokumentation der Regisseurin Susanne Regina Meures (Saudi Runaway) vier Jahre lang der jungen Influencerin Leonie. „Girl Gang“ erzählt dabei von der Liebe, sowie dem Hass, der ihr entgegenkommt und auch von den Eltern, die sich am Ruhm ihrer Tochter beteiligen wollen. Das ist extrem spannend und hinterlässt nach gut 90 Minuten ein sehr ungutes Gefühl über die mediale Welt, in der wir leben.
Unsere Altersempfehlung: ab 12 Jahre
DONNERSTAG, 29.12. / 20 UHR

DER DENKWÜRDIGE FALL DES MR. POE – THE PALE BLUE EYE

Im Jahr 1830. Ein junger poesiebegeisterter Mann namens Edgar Allan Poe (Harry Melling) ist Kadett an der US-Militärakademie in West Point. Dort kommt es zu einer Mordserie. Als eines Tages ein weiterer junger Kadett tot aufgefunden wird, soll der Detektiv Augustus Landor (Christian Bale) die Untersuchung der ungewöhnlichen Morde übernehmen. Poe hilft ihm bei den schwierigen Ermittlungen. - Oscar-Preisträger Bale und „Harry Potter“-Star Melling sind nicht die einzigen namhaften Darsteller, Regisseur Scott Cooper („Feinde“) holte auch Gillian Anderson, Timothy Spall Charlotte Gainsbourg, Lucy Boynton und den 91-jährigen Robert Duvall vor die Kamera. Vorlage ist der gleichnamige Roman von US-Autor Louis Bayard.
Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
SONNTAG, 25.12. | MONTAG, 26.12. (OMU) | FREITAG, 30.12. jeweils 20 UHR

HUI BUH UND DAS HEXENSCHLOSS

König Julius (Christoph Maria Herbst) und sein Schlossgespenst Hui Buh (Michael Bully Herbig) staunen nicht schlecht, als eines Tages die junge Hexe Ophelia vor ihnen steht. Zumal sie eine unglaubliche Geschichte zu erzählen hat: Ihre Mutter Maria, die Schwester von Hui Buh, wurde von der bösen Hexe Erla entführt. Denn Letztere will unbedingt an ein mächtiges Zauberbuch ran, das sie nutzen will, um wieder jung zu werden. Dies muss unbedingt verhindert werden. - Manchmal dauert es dann doch länger. 16 Jahre ist es bereits her, dass „Hui Buh – Das Schlossgespenst“ in die Kinos kam. Die Filmadaption der populären Hörspielreihe rund um den nicht gerade
schrecklichen Geist Hui Buh brachte es damals auf zwei Millionen verkaufte Kinokarten. Ein gut aufgelegtes Ensemble machen den Film für die ganze Familie sehenswert.

DER SCHEIN TRÜGT – NEBESA

In einem fantasievollen Episodenreigen steigt der Kriegsflüchtling Stojan aus Serbien über Jahrzehnte vom Slumbewohner zum Gefängnisdirektor und schließlich
Staatspräsidenten auf. Der Grund: ein Heiligenschein, der ihm himmlische oder teuflische Mächte in den frühen 1990er-Jahren verpassen. Um den wieder loszuwerden, mausert er sich zum Bösewicht. Damit beginnt eine rasante Politkarriere. - Auch wenn der Film die Mittel der Fantastik verwendet und von übernatürlichen bis surrealen Situationen erzählt, das eigentliche Thema sind dann doch die ganz realen Menschen. Eine wilde Satire mit anarchischem Humor, die von Gewinnern und Verlierern im neokapitalistischen, postsozialistischen Europa erzählt. Regisseur Srdjan Dragojević erweist sich einmal mehr als wirkungsvoller Provokateur, der
Satire, Tragödie, Pathos, schwarzen Humor miteinander verbindet.

BLICKE AUF DAS VERTRAUTE FREMDE

Wie stellt sich die deutsche Gesellschaft für Menschen dar, deren Wurzeln im Ausland liegen? Wie sind die Deutschen oder was ist die Deutsche Kultur? Welches Verhältnis haben sie zu den Menschen, die nach Deutschland gekommen sind? Neun Filme erzählen in diesem Kontext Geschichten über die Deutsche Angst, männliches Durchsetzungsvermögen, die Kulturszene und ihr Verhältnis zur Arbeit, über Alltagsrassismus und Lebensläufe. - Immer am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, taucht das Tivoli kurzfilmische Welten ein. Die verschiedensten Formate widmen sich einem einzigen Thema und ermöglichen ganz neue Betrachtungsweisen. Das ist nicht nur für Cineasten interessant.
MITTWOCH, 21.12. / 20 UHR

ALS DER WEIHNACHTSMANN VOM HIMMEL FIEL

Als ausgerechnet an Weihnachten ein Gewitter für schlechte Luft sorgt, ist der Weihnachtsmann Niklas Julebukk gezwungen, eine gefährliche Notlandung hinzulegen. Niklas ist zwar noch jung, dafür aber schon ein waschechter Weihnachtsmann. Dummerweise ist er jetzt mit seinem Wohnwagen, den Kobolden Fliegenbart und Ziegenbart, dem Rentier Sternschnuppe und dem Engelchen Matilda gestrandet. Weil Julebukk darüber hinaus nicht bei der neumodischen Sitte, die Kinder möglichst teuer zu beschenken, mitmachen will, wird er außerdem vom fiesen Waldemar Wichteltod bedroht. Zum Glück helfen ihm die beiden mutigen Kinder Ben und Charlotte.
- Die weltberühmte Augsburger Puppenkiste inszeniert die moderne Weihnachtsgeschichte der Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke („Herr der Diebe„,
„Tintenherz„), erstmals für die Kinoleinwand, das Ergebnis dürften funkelnde Kinderaugen und plötzlich wieder ganz kleine Erwachsene sein.
Unsere Altersempfehlung: ab 6 Jahre
SONNTAG, 18.12. / 15 UHR

MAD HEIDI

Wahrscheinlich würde sich Johanna Spyri die Augen ausweinen, wenn sie sehen könnte, was aus ihrer Heidi geworden ist. Die nahe Zukunft: Die Schweiz wurde zur
Käse-Diktatur. Nur der Käse des Führers ist noch erlaubt, alles andere verboten – dabei schmeckt der Führerkäse nicht besonders. Der Ziegenpeter verdient sich was durchs Edel-Käse-Dealen, wird dann aber von den Schergen des Führers hingerichtet. Heidi (Shooting Star Alice Lucy) wird verhaftet und kommt in das Umerziehungslager von Fräulein Rottweiler. Dort lernt sie auch Klara kennen. Aber Heidi ist auf sich allein gestellt. Sie flieht und schwört: Tod dem Vaterland! Die „Käse-Faschisten“ schrecken vor keinem Mittel zurück: Ihre Methoden reichen von „Fondue-Boarding“ bis zu „Death by Chocolate“. Doch mit einer bis an die Zähne bewaffneten Frau haben sie nicht gerechnet. - Das ist natürlich Trash, aber richtig guter. Ein absurd-verrückter Film ganz im Stil von „Iron Sky“ aber noch besser! Ein Cocktail aus kompromisslosem Splatterfest, tiefer Verbeugung vor cineastischen Vorbildern (von Quentin Tarantino bis Ridley Scott), einer rabenschwarzen Portion Humor und einer Titelheldin, die richtig rockt. Ein wahnwitziger Spaß für alle Trash-Fans: So Badass war s’ Heidi no garnüd!
Unsere Altersempfehlung: ab 18 Jahre
SAMSTAG, 17.12. / 22.30 UHR

HALLELUJA-LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG

Nach 5 Jahren und mindestens 150 Versen war Leonard Cohen endlich mit seinem Magnus Opus „Hallelujah“ zufrieden - allerdings beschloss sein Haus-Label Columbia Records, die LP nicht in Amerika zu veröffentlichen. Was zuerst wie eine persönliche Tragödie wirkte und Cohen in eine Schaffenskrise stürzte, war der Beginn einer unerwarteten Karriere des Songs. Auch Cohen selbst benutzte die Erfolgsstory seines Songs, um ihn bei den Konzerten nach seinem Bühnencomeback im Jahr 2008 immer wieder neu zu variieren. Der Song und das Leben des Songwriters sind so auf untrennbare Weise miteinander verbunden. - Mit einer großen Fülle an bisher unveröffentlichtem Archiv- und Interviewmaterial zeichnen die Regisseure Dan Geller und Dayna Goldfine in ihrem Dokumentarfilm anhand der bewegten Reise eines weltberühmten Songs ein vielschichtiges Porträt von Leonard Cohen die die popkulturelle Bedeutung des Liedes, aber auch seines Schöpfers sorgfältig herausarbeitet.
Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
DONNERSTAG, 15.12., 20 UHR | MONTAG, 26.12., 17 UHR

BOWIE – MOONAGE DAYDREAM

Er war einer der einflussreichsten Musiker der Rock- und Popgeschichte: David Bowie hat sich wie kaum ein anderer immer wieder selbst neu erfunden. Er schlüpfte
im Laufe seiner Karriere in verschiedene Rollen, verkörperte Kunstfiguren wie „Ziggy Stardust“ oder „Major Tom“, er probierte immer wieder neue Musikstile, war Schauspieler, Produzent und Maler. Jetzt kommt der Film über den Ausnahmekünstler ins Tivoli. - Der fulminant in Szene gesetzte, faszinierende Dokumentarfilm trägt kaum klassisch biografische Züge. Er ist vielmehr eine umwerfende Ton- und Bildcollage, in der hauptsächlich der Künstler selbst zu Wort kommt. Brett Morgan
schuf eine Hommage, eine visuelle Symphonie, ein dokumentarisches Äquivalent zu Werk und Künstler. Und doch ist Phänomen David Bowie auch nach 140 Filmminuten nicht gänzlich enträtselt, Gott sei Dank!
Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
DONNERSTAG, 08. 12. / 20 UHR

THE AFRICAN QUEEN

Best of Cinema
Deutsch-Ostafrika zu Beginn des Ersten Weltkriegs: Bootskapitän Charlie Allnutt (Humphrey Bogart) versorgt mit seinem Flussdampfer eine Siedlung, in der auch die gottesfürchtige Methodistin Rose Sayer (Katharine Hepburn) mit ihrem Bruder Samuel lebt. Nach der Zerstörung der Siedlung sieht sich der raubeinige und freiheitsliebende Charlie in der Verantwortung und nimmt die altjüngferliche Rose mit an Bord, die ihm mit ihrer Sittenstrenge sein geliebtes Lotterleben schwermacht nichtsahnend, dass die härtesten Prüfungen erst noch bevorstehen. - John Hustons Literaturverfilmung ist wohl eine der schönsten Liebesgeschichten aus dem Hollywood.
Der Klassiker wurde 1952 für vier Oscars® nominiert, von denen Humphrey Bogart einen als „Bester Hauptdarsteller“ erhielt. Der Verleiher hat mitgeteilt, dass die deutsche Sprachfassung nicht mit seinen Werten zu vereinbaren ist. Das Tivoli schliesst sich dieser Auffassung an und zeigt den Film im Original mit Untertiteln.
Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
DIENSTAG, 06. 12. (OMU) / 20 UHR