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Unser Programm

Category: Dieser Monat

DER GESTIEFELTE KATER – DER LETZTE WUNSCH

Neun Leben hat der Kater aber acht hat er bereits aufgebraucht. Dann bekommt es der gestiefelte Kater mit einem Gegner zu tun, der sich nicht so leicht, wie gewohnt, besiegen lässt - dem Tod. Der klaut ihm nicht nur sein Schwert, sondern auch seinen Schneid. Der gestiefelte Kater hat plötzlich Angst, Todesangst. Zwischenzeitlich sucht er sogar Schutz in einem Katzenheim, wo er sich (quasi als größte Schmach) einen Bart wachsen lässt. Doch dann macht er sich, begleitet von einem geschwätzigen Hündchen, auf den langen Weg zum Schwarzen Wald, um dort den mythischen Wunschstern zu finden. Allerdings sind ihm die Kopfgeldjägerin Goldlöckchen und ihre drei berüchtigten Bären auf den Fersen. Und die rassige Kitty Samtpfote hat auch noch eine Rechnung mit ihm offen. - Sterblichkeit, Selbstzweifel, Angst vor
dem Tod, Rückzug aus der Öffentlichkeit und ein übermächtiger Gegenspieler. Das sind schwergewichtige Themen, die auf den ersten Blick nicht so recht zu einem Familienfilm passen wollen. Vor allem aber geht Herzensbildung. Das ist spannend, kurzweilig, spaßig und diesmal auch ein bisschen düster, tolles Familienkino.

SONNTAG, 05.02. | SONNTAG, 19.02. JEWEILS 15 UHR

EIN TRIUMPH – UN TRIOMPHE

Etienne ist ein Schauspieler, der nicht viele Jobs bekommt, bis er eines Tages beschließt, an einem Theaterworkshop im Gefängnis teilzunehmen. Die Gruppe, die die Aufgabe hat, den Insassen bei der Schauspielerei zu helfen, scheint nicht bereit zu sein, den Workshop fortzusetzen, aber als Etienne ihnen erzählt, dass sie Samuel Becketts „Warten auf Godot“ aufführen werden, beginnt die Gruppe sich zu motivieren. Der Workshop läuft nur ein paar Wochen, aber Etienne bringt den Gefängnisdirektor schließlich dazu, den Workshop noch sechs Monate laufen zu lassen, um das Ganze mit einer Abschlußshow zu beenden. - Eine Komödie mit viel Herz und Humor, die trotz ihres hohen Unterhaltungswerts und bei allem Amüsement ziemlich anspruchsvoll ist. Der mehrfach preisgekrönte Film (u. a. Europäischer Filmpreis für die beste Komödie) lief in Frankreich sehr erfolgreich und kommt nun endlich auch in die deutschen Kinos.

FREITAG, 03.02. | SONNTAG, 05.02. (OMU) JEWEILS 20 UHR | SONNTAG, 19.02. / 17 UHR

DEM LEBEN AUF DER SPUR

Nach dem Tod seiner Frau macht sich Frank Fogle auf, ihr den letzten Wunsch zu erfüllen: Ihre Asche soll in einem abgelegenen See in ihrer Heimat Irland verstreut
werden. Darüber hinaus soll ihn sein entfremdeter Sohn Sean dabei begleiten. Als Sean aus dem Gefängnis kommt, ist das Letzte, was ihm in den Sinn kommt, eine
Auslandsreise mit seinem Vater. Was er braucht, ist ein Neuanfang in Kalifornien. Doch als seine Pläne zusammenbrechen, akzeptiert er widerwillig den Vorschlag seines Vaters. - Ganz unauffällig schleicht sich hier ein kleines Meisterwerk in die Kinos: Der Debütfilm des isländischen Regisseurs Elfar Adalsteinson erzählt von der allmählichen Annäherung eines Vaters. Auch dank der beiden großartigen Schauspieler John Hawkes (u. a. „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“) und Logan Lerman („Empörung“) schafft Adalsteinson eine grandiose Stimmung - irgendwo zwischen knorrig und ergreifend.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
DONNERSTAG, 02.02. | SAMSTAG, 04.02. | SONNTAG, 12.02. (OMU) JEWEILS 20 UHR

THE BUNKER GAME

Laura, 25, ist Schauspielerin in einem “Live-Action-Rollenspiel“, bei dem die Teilnehmer die Überlebenden eines Atomkrieges spielen, die unterirdisch in einem versiegelten Bunker leben. Nach mehreren mysteriösen Unfällen wird das Spiel unterbrochen und die Spieler verlassen den Bunker, während das Personal zurückbleibt, um das Verschwinden von Greg, dem Mastermind des Spiels, zu untersuchen. Sie finden sich bald darin gefangen und in Gefahr, als sie auf mysteriöse Weise zu sterben beginnen und die Gruppe erkennt, dass jemand oder etwas Paranormales ein verdrehtes Spiel mit ihnen spielt, das schnell in einen schrecklichen Kampf ums Überleben stürzt. - Der italienische Regisseur und Kameramann Roberto Zazzara legt mit diesem klaustrophobischen Horror-Thriller sein Spielfilmdebüt ab. Die Idee zum Film basiert auf eigenen Erfahrungen des Regisseurs, nahm selbst an einem siebentägigen “Live-Action-Role-Play“ teil. In den Hauptrollen versuchen Gaia Weiss (“Marie Antoinette“), Lorenzo Richelmy (“Marco Polo“) und Mark Ryder (“Borgia“) mit aller Kraft einen Ausweg aus den düsteren Gemäuern zu finden.

Unsere Altersempfehlung: ab 18 Jahre
SAMSTAG, 28.01., 22.30 UHR

DER RÄUBER HOTZENPLOTZ

Die Geschichten von Otfried Preußler sind zeitlos schön und unterhalten Kinder schon seit Generationen - Neuverfilmung des beliebten Kinderbuches. In einer kleinen idyllischen Ortschaft ist eigentlich alles in bester Ordnung, doch ein Störenfried hält die Polizei schon länger auf Trab: der Räuber Hotzenplotz. Nun hat er es auf die Kaffeemühle der warmherzigen Großmutter abgesehen. Die beiden jungen Freunde Kasperl und Seppel wollen nicht länger tatenlos zusehen und stellen sich dem Hotzenplotz mutig in den Weg, tappen dabei jedoch in seine Falle. Während Polizist Dimpfelmoser gemeinsam mit Hellseherin Schlotterbeck die Ermittlungen aufnehmen, müssen sich Seppel und Kasperl nicht nur gegen Hotzenplotz, sondern auch gegen den fiesen Zauberer Petrosilius Zwackelmann behaupten. In Gefangenschaft treffen sie auf die schöne Fee Amaryllis und beschließen ihr zu helfen. Können sie mit vereinten Kräften den Räuber ausschalten? - In der Titelrolle ist der vielseitige
Theaterdarsteller und Serienstar Nicholas Ofczarek zu sehen. Die weitere Besetzung zieren Namen wie August Diehl, Christiane Paul und Olli Dittrich.

Unsere Altersempfehlung: 6 Jahre
SONNTAG, 22.01. | SONNTAG, 29.01. jeweils 15 UHR

HOPPER – EINE AMERIKANISCHE LOVESTORY

Der Mann, der Amerika malte. Edward Hoppers Bilder gehören zu den Werken, die in Amerika alle kennen - beliebt, hochgelobt und geheimnisvoll. Seine Kunst beeinflusste zahllose Maler, Fotografen, Filmemacher und Musiker. Doch wer war er eigentlich? Der Film gibt einen tiefen Einblick in Hoppers Kunst, sein Leben und seine Beziehungen, sein Erfolg bei Kritikern und auf dem Kunstmarkt und nicht zuletzt seine eigene Sicht der Dinge. Der Film geht allen diesen Themen nach und erkundet die rätselhafte Persönlichkeit hinter dem Pinsel. Gespräche mit Kunstexperten, Einträge aus Tagebüchern und eine faszinierende Bilddokumentation des Lebens in den USA ergänzen das spannende Porträt des wohl einflussreichsten Künstlers Amerikas.

Unsere Altersempfehlung: 12 Jahre
DONNERSTAG, 19.01., 20 UHR

THE MENU

Ein Thriller mit Ralph Fiennes als Sternekoch, der eine exklusive Dinnerparty mit kuriosem Ende vorbereitet. - Für Feinschmecker Tyler wird ein Traum wahr! Zusammen mit seiner Freundin Margot erhält er die einzigartige Gelegenheit, an einem exklusiven Dinner des Sternekochs Slowik teilzunehmen. Schon der Veranstaltungsort ist mit einer einsamen Insel ungewöhnlich gewählt. Doch Tyler und die anderen Teilnehmer*innen schätzen den ausgewählten Rahmen, der die Besonderheit des Abends nur zu unterstreichen scheint. Als sich die ersten Ungereimtheiten ereignen, ahnt Margot, dass es der federführende Chefkoch Slowik einem ganz individuellen Rezept folgt, mit dem der Abend zu einer unvergesslichen Erfahrung werden soll. Die blutigen Überraschungen lassen nicht lange auf sich warten und versalzen dem einen oder anderen Gast gewaltig den Abend. - Es ist angerichtet! Liebhaber*innen exzellenter Kinokost dürfen aufatmen: Es wird gekocht, gespeist und gemordet! Regisseur Mark Mylod schickt seine Protagonisten auf eine ungewöhnliche Genussreise, bei der den Gästen, im wahrsten Sinne des Wortes, der letzte Bissen im Halse stecken bleibt.

SONNTAG, 15.01. (OMU) | SAMSTAG, 21.01. | FREITAG, 27.01. jeweils 20 UHR

WIR KÖNNTEN GENAUSO GUT TOT SEIN

St. Phöbus ist ein Wohnkomplex irgendwo am Waldesrand und scheint der letzte Ort zu sein, in dem ein Leben in Sicherheit möglich ist. Immer wieder kommen Menschen und wollen aufgenommen werden, doch der Platz ist begrenzt, die Aufnahmekriterien streng. Die Sicherheitsbeauftragte Anna ist mit ihrer Tochter Iris
selbst erst vor einigen Jahren nach St. Phöbus gekommen. Gerade deshalb ist es ihr wichtig, ihren Job bestmöglich auszuführen. Das gelingt ihr auch gut, doch ein verschwundener Hund lässt die Fassade dieses vermeintlichen Paradieses zu bröckeln beginnen und stellt Anna vor unerwartete Herausforderungen. - Regisseurin Natalia Sinelnikova liefert ein beeindruckendes Werk ab, das es schafft, wesentliche Aspekte der Thematiken Migration und Rassismus gleichwohl vielschichtig zu porträtieren und grotesk zu abstrahieren und dadurch gelungen an einen wichtigen Diskurs anschließt. Der Debütfilm der Deutschrussin entwirft eine dystopische Zukunftsvision, die als zeitgemäße Metapher für den Wunsch nach Abgeschlossenheit und Sicherheit dient. Die Regisseurin ist an diesem Abend Gast der Eberhard-
Schöck-Stiftung und des Tivoli.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
MITTWOCH, 11.01., 20 UHR

IM HIMMEL IST AUCH PLATZ FÜR MÄUSE

Eigentlich wollte die kleine Maus Dalli den anderen nur beweisen, wie schrecklich mutig sie ist. Und das geht am besten, wenn man sich mit einem Fuchs anlegt,
dem Erzfeind der Mäuse. Zunächst scheint dieses Wagnis auch aufzugehen. Doch gerade als sich die kleine Heldin mit stolzer Brust auf den Heimweg machen will,
kommt es zu einem schweren Unglück, an dessen Ende sowohl sie, wie auch Fuchs Weißbauch tot sind. Zu ihrer Überraschung müssen sie dabei jedoch feststellen, dass dies nur der Anfang ist. Denn es gibt für sie ein Leben nach dem Tod, selbst wenn dieses nicht ganz das ist, was sie erwartet hatten. Plötzlich finden sie sich im Tierhimmel wieder und müssen dort lernen, doch noch miteinander auszukommen. - Schöner “Stop-Motion-Film“, der kindgerecht Themen wie Freundschaft, Vorurteile und Tod behandelt. Dabei ist er angenehm zurückhaltend, sowohl im Hinblick auf Moral, wie auch die komischen Momente. Die Optik ist dafür mit umso mehr Liebe zum Detail gefertigt.

SONNTAG, 08.01. | SONNTAG, 15.01. jeweils 15 UHR

CRIMES OF FUTURE

Horror vom Altmeister David Cronenberg, in der ein Schauspieler seinen Körper mit synthetischen Mitteln verändern lässt. - Die nahende Zukunft: Die Menschheit hat einen weiteren Schritt hin zur Veränderung des menschlichen Körpers gemacht. Mittels der sogenannten AES, dem “Accelerated Evolution Syndrome“, kann man den Körper über seine Naturbeschaffenheit mittels synthetischer Mittel verändern. Während einige dieser Entwicklung mit Freude entgegen blicken, wollen andere alles daran tun, den Prozess zu regulieren. Unter den Befürwortern ist der Schauspieler und Performer Saul Tenser (Viggo Mortensen), der seinen Körper freiwillig für Wissenschaft, den Behörden und seinen treuen Fans beisteuert, um zu zeigen, wie er seine leibhaftigen Organe durch künstlich erstellte Organe austauscht. Ihm zur Seite steht seine Partnerin und Assistentin Caprice (Léa Seydoux). - Acht Jahre sind vergangen, seit Regiestar David Cronenberg seinen letzten Film präsentierte. Nun kehrt er zu den Wurzeln (“Die Fliege“) seiner Karriere zurück.

SONNTAG, 08.01. | FREITAG, 13.01. | SAMSTAG, 28.01. jeweils 20 UHR