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TITANE

Bei einem Autounfall, den sie als kleines Mädchen gegen die Rückenlehme des Fahrerseitzes selbst mit provoziert, verliert Alexia beinahe ihr Leben und bekommt zur Stabilisierung des gebrochenen Schädels eine Titanplatte eingesetzt, die sie für den Rest ihres Lebens tragen muss. Das Leben mit dem rettenden Metall aber birgt Gefahren in sich, wie ein Arzt warnt: „Achten Sie auf neurologische Anzeichen“, sagt er nach dem Eingriff zu den Eltern, doch da ahnt niemand, wie sehr sich Alexia in späteren Jahren verändern wird. Und ob dies wirklich die Folge des titelgebenden Metalls ist oder nicht vielmehr einem Mangel an Elternliebe entspringt und nur fetischistisch auf das Titan umgeleitet wird, steht zumindest als Möglichkeit im Diskursraum, den der Film mit großer Geste entwirft.

SASTAG, 1.01. 22 UHR