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Zwischen den Zeilen

Kooperation mit der VHS, zum 100 jährigen Bestehen
„Unsere Welt verändert sich fortwährend“, erklärt Olivier Assayas. „So ist es schon immer gewesen. Die Herausforderung dabei besteht in unserer Fähigkeit, diesen beständigen Wandel mit all seinen Strömungen im Auge zu behalten und zu verstehen, was wirklich auf dem Spiel steht, wenn wir uns anpassen – oder das eben nicht tun.“

Mit dieser Erkenntnis müssen sich auch die Protagonisten in „Zwischen den Zeilen“ auseinandersetzen. Leonard (Vincent Macaigne) ist ein Autor, dessen Romane man als Auto-Fiktion beschreiben könnte, weil er immer sein Leben und seine Liebschaften nimmt, die er in den Mittelpunkt rückt, aber auch reichlich zynisch damit abrechnet. Seinem Verleger Alain (Guillaume Canet) gefällt das mittlerweile nicht mehr, weswegen er Leonards neues Buch ablehnt. Alains Frau, die Schauspielerin Selena (Juliette Binoche), ist hingegen aus persönlichen Gründen von dem Buch angetan, während Leonards Frau Valerie (Nora Hamzawi) sich politisch engagiert, aber immer anderer Meinung als ihr Ehemann ist. Während die persönlichen Verstrickungen immer mehr überhandnehmen, wird fleißig über den kulturellen und digitalen Wandel diskutiert. - "Es geht um Beziehungen, Affären, Fiktion, Wahrheit und die Digitalisierung in Olivier Assayas' wortreicher, durchaus abgründiger Komödie über die Pariser Literaturszene. Auch wenn die (gut gespielten) Figuren und ihr Narzissmus bisweilen nerven, ist das Ergebnis so unterhaltsam wie vielschichtig." (epd Film / ****)

FREITAG, 20.09. 20 Uhr