Scroll down
Unser Programm

Demnächst im Tivoli

Boonie Bears – Ein tierisches Abenteuer

Holzfäller Vick und seine beiden Bären-Freunde Bramble und Briar erleben in dem neu eröffneten Freizeitpark, eine Menge Abenteuer. Die Menschen können sich dort
mit Hilfe eines Armreifs in jedes gewünschte Tier verwandeln. Sie gewinnen einen dort veranstalteten Wettbewerb und finden zudem heraus, dass in diesem Park und vor allem mit Parkbesitzer Tom etwas nicht stimmt. Toms neueste Erfindung - die Transformation in eine Mixtur aus mehreren Tieren, scheint fehlerhaft zu sein und so werden die Verwandelten bösartig und wild. Können Vick, Bramble, Briar und seine neuen Freunde Leon und Shirley das Geheimnis lüften, die Verwandelten retten und Tom stoppen? Animationsabenteuer nach Serienvorlage, die im Heimatland China so populär ist, dass bereits acht Spielfilme realisiert wurden. Kids-tauglichen Mix aus Humor, Action und Fantasy und ein wenig von „Jurassic World“ inspirieren.

Sonntag, 01.05. und Sonntag, 15.05., jeweils 15 Uhr

Mehr zum Film


| Ab 6 Jahren

CHUMM MIT – Der Schweizer Wanderfilm

Über 65.000 km Wanderwege erstrecken sich durch die ganze Schweiz, sei es in den Bergen (ca. 22.000 km) oder im Flachland. 26 kantonale Wanderweg-Organisationen widmen sich dem Thema und organisieren Wanderungen für Jung und Alt. Zudem unterhalten sie die Signalisation der Wanderwege. Der Film zeigt von jedem Kanton eine der schönsten Wanderrouten. Diese wurde aus drei Vorschlägen, welche von den jeweiligen Wandervereinen eingereicht wurden, ausgesucht und vom Filmteam, sowie von diversen Gästen, welche das Team immer wieder begleiteten, abgelaufen und gefilmt. Gleichzeitig wird viel Hintergrundwissen zum Thema „Wandern“ vermittelt. Wissen Sie z.B. wie eine Landkarte entsteht? Wie die gelben Wegweiser hergestellt werden? Oder wie die Wanderwege unterhalten werden? Im Film erfährt man Geschichten
von Menschen und Organisationen rund um das Thema „Wandern“. Zu Gast an diesem Abend ist der Macher des Films! Daniel Felix freut sich auf die Unterhaltung mit dem Publikum.

Unsere Altersempfehlung: ab 6 Jahre
DONNERSTAG, 26.05., 20 UHR

Mehr zum Film

LUNANA – Das Glück liegt im Himalaya

Eigentlich kann sich Ugyen Dorji ja glücklich schätzen, dass er eine Stelle als Lehrer gefunden. So richtig viel Lust hat er auf diese aber nicht. Lieber würde er sein Heimatland Bhutan ganz verlassen, um in Australien Karriere als Sänger zu machen. Anstatt diesem Traum zu folgen, wird er jedoch erst einmal nach Lunana versetzt, wo die entlegendste Schule des Landes ist.. sogar der ganzen Welt. Um dorthin zu reisen, heißt es mehrere Tage in der Wildnis unterwegs zu sein, nur wenige Menschen wohnen in dem Ort auf 3.400 Meter Höhe. Und wenn es nach Ugyen ginge, wird es dabei auch bleiben, denn in dem Dorf gibt es keinen Strom, kein Internet, nicht einmal eine richtige Toilette. Eine feine Komödie mit viel Herz und wunderbaren Bildern, irgendwo zwischen buddhistischer Gelassenheit und handfester Zeitgeistkritik, ohne
Heimatkitsch und Pathos, aber dafür mit einer großen Portion Humor.

Unsere Altersempfehlung: ab 12 Jahre
FREITAG, 06.05. | SAMSTAG, 14.05. | SONNTAG, 22.05, jeweils 20 UHR

Mehr zum Film

The card counter

William Tell war als Soldat in Abu Ghraib stationiert. Als publik wurde, was dort geschah, waren es vor allem die unteren Ränge, die dafür büßen mussten. So verbrachte auch Tell mehr als acht Jahre im Gefängnis. Wieder raus, ist sein Leben eines der Einsamkeit. Er reist von Stadt zu Stadt, von Casino zu Casino und verdient so seinen Lebensunterhalt. Als Kartenzähler könnte er beim Blackjack weit mehr verdienen, aber er genießt das Leben als „anonymer“ Spieler. Bis ein junger Mann auf ihn zukommt und die Vergangenheit wieder aufgewühlt wird. Der Oscar-nominierte Regisseur und “TAXI DRIVER“-Autor Paul Schrader war nie ein Mann der einfachen Filme. Er selbst ist es auch nicht. Das Ergebnis ist vielleicht einer der eindrucksvollsten Filme zum Thema Irak-Krieg.

SAMSTAG, 07.05. | FREITAG, 20.05. | SONNTAG, 29.05. (OMU) jeweils 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 16 Jahren

Peterchens Mondfahrt

Erzählt wird die Geschichte von dem zwölfjährigen Peter und seiner sechsjährigen Schwester Anna, die einem Maikäfer helfen, dessen vom Mondmann entführte
Ehefrau und seinen eigenen Arm zurückzuerhalten. Dazu reisen sie ins Weltall, wo ihnen der Sandmann, die Nachtfee und eine Reihe Naturgeister helfend zur Seite
stehen. Zwei Geschwister fliegen zum Mond, um nichts Geringeres als das Universum zu retten. Gut möglich, dass diese Geschichte bekannt vorkommt. Erfolgreiche
Kinderbücher wirken auf deutsche Filmproduzenten wie Magnete, und seien diese auch hundert Jahre alt. Das gilt auch für „PETERCHENS MONDFAHRT“, der Kinderbuchklassiker von Gerdt von Bassewitz wurde 1912 als Märchenspiel veröffentlicht und vier Jahre später als Bilderbuch. Der Filmemacher Ali Samadi Ahadi, der sich mit seinen drei „Pettersson und Findus“-Adaptionen als Spezialist für ausgezeichnete Familienunterhaltung profiliert hat, hat auch das Drehbuch geschrieben. Herausgekommen ist eine Modernisierung mit Humor.

Unsere Altersempfehlung: ab 8 Jahre
SONNTAG, 08.05. | SONNTAG, 22.05. | SONNTAG, 29.05. jeweils 15 UHR

Mehr zum Film

Death of a ladies‘ man

Was Frauen angeht, war Samuel O’Shea noch nie ein Kostverächter. Er hat mit ihnen allen geflirtet, auch während seiner Ehe. Als seine zweite Ehefrau ihn jedoch betrügt, ist das für ihn eine zu große Beleidigung. Wie kann sie ihm das antun? Aber es bleibt nicht bei dieser einen Hiobsbotschaft: Als er sich untersuchen lässt, stellt sich heraus, dass er einen Hirntumor hat. Sein Tod ist nur noch eine Frage der Zeit. Ein Film wie ein Song von Leonard Cohen. Der kanadische Regisseur Matt Bissonnette widmet den Liedern seines berühmten Landsmann, Dichter und Troubadour eine weitere Hommage. Dabei avancieren Cohens Songs fast zur zweiten Hauptrolle seiner
tiefsinnigen Groteske um den Mythos eines unwiderstehlichen Frauenhelden und lustvollen Trinkers. Der irische Schauspieler Gabriel Byrne („Die üblichen Verdächtigen“, „Der Therapeut“) meistert diese Rolle absolut sehenswert.

SONNTAG, 15.05. (OMU) | SAMSTAG, 21.05. | FREITAG, 27.05., jeweils 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 16 Jahren

HEINRICH VOGELER – Aus dem Leben eines Träumers

Drama über den vielfach begabten Künstlers Heinrich Vogeler (1872-1943), das wie eine Art Kaleidoskop aus Gemälden und Archivaufnahmen, in Spielszenen und Interviews sein Leben und Schaffen widerspiegelt. Von den Anfängen als präraffaelitischer Maler in der
Künstlerkolonie Worpswede bis zu seinen Komplexbildern in der Wahlheimat Moskau entwickelte sich Vogeler vom Publikumsliebling zum Revolutionär und später zum Dissidenten. Sein Schaffen war untrennbar mit seiner politischen Haltung verbunden. Der Film skizziert seine spannende Biografie und beeindruckt durch seine ausgefeilte dramaturgische Gestaltung als geistreiches Vergnügen.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DONNERSTAG, 02. 06. / 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

Eingeschlossene Gesellschaft

Ein Vater hält eine Gruppe von sechs Pädagogen im Lehrerzimmer gefangen, damit sie seinem Sohn den einen Punkt zugestehen,
der ihm für die Zulassung zum Abitur fehlt. Die Pauker lassen sich jedoch nur mäßig einschüchtern, sondern üben sich lieber in der
Zurschaustellung ihrer Egos. Auf Basis eines Hörspiels erzählt der Film von einer Lehrerkonferenz, die unter Waffenzwang stattfindet.
Sönke Wortmanns neuste Komödie mit treffend gestalteten Figuren und Stars, wie Anke Engelke, Nilam Farooq, Florian David Fitz, in
Hochform.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
FREITAG, 03. 06. | SAMSTAG, 11. 06. UND SONNTAG, 19. 06. JEWEILS 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

Die wundersame Welt des Louis Wain

Der Brite Louis Wain (1860-1939) zählt zwar nicht zu den bedeutenden Malern der Welt, doch seine oft vermenschlichten Bilder von Katzen erfreuten sich im viktorianischen England großer Beliebtheit. Der biografische Film fokussiert auf Wains künstlerisches Werk und seine labile Gemütsverfassung, die ihn im Alter in die Armut führte. Sein Film kommt ähnlich exzentrisch wie Wains Leben und Werk daher. Ausnahmeschauspieler Benedict Cumberbatch als Titelheld ist die perfekte Besetzung.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
SAMSTAG, 04. 06. | SONNTAG, 12. 06. UND FREITAG, 24. 06. JEWEILS 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

COME ON, COME ON

Ein New Yorker Radioreporter muss sich um den frühreifen Sohn seiner Schwester kümmern und nimmt ihn mit auf eine Interview-Tour. Während des Trips lernt er nicht nur viel Neues über sich, sondern muss mit seinem Neffen. Der stille Film entwirft ein Panorama
des Lebens und schafft mit leichter Hand Raum für alle wichtigen Fragen. Ein zutiefst humanistisches Meisterwerk, das nachdrücklich für die Kraft des zugewandten Gesprächs plädiert. Eine grandiose und einfühlsame Vorstellung von Joaquin Phoenix und dem junge Woody Norman, mit viel Charme einher.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
SONNTAG, 05. 06. | FREITAG, 10. 06. UND SAMSTAG, 18. 06. JEWEILS 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 6 Jahren

Petite Maman – Als wir Kinder waren

Ein achtjähriges Mädchen trägt schwer am Tod der Großmutter, von der es sich nicht verabschieden konnte. Beim Spielen im Wald hinter dem großmütterlichen Haus freundet es sich mit einem anderen Mädchen an, in dem es seine eigene Mutter als Kind erkennt; gemeinsam finden sie einen Weg aus der Trauer. Der dichte, intensive Film ist ganz aus der kindlichen Perspektive erzählt und kümmert sich nicht um eine Erklärung des Wunderbaren, sondern nimmt es als Wirklichkeit einer inneren Reise, die an spirituelltranszendente Grenzen rührt.In Céline Sciammas komplexen und vielschichtigen Film verschmelzen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sehenswert für jedes Alter.

Unsere Altersempfehlung: ab 8 Jahre
MONTAG, 06. 06. | MITTWOCH, 15. 06. UND SONNTAG, 26. 06. JEWEILS 20 UHR

Mehr zum Film

LA BOUM – Die Fete

Während sich die Ehe der Eltern wegen der Untreue des Vaters in einer ernsten Krise befindet, durchlebt die 13-jährige Tochter eines Pariser Zahnarztes und einer Zeichnerin die Höhen und Tiefen des ersten Verliebtseins. Rat und Trost findet das Mädchen bei der unkonventionellen Urgroßmutter. Einfühlsam inszenierte Pubertätskomödie, die die Gefühle der Halbwüchsigen ernst nimmt und respektiert. Sobald die ersten Töne aus Richard Sandersons Ohrwurm „Reality“ erklingen, ist die Zeitreise in die 1980er-Jahre und die eigene Jugend perfekt. Die Fete kann beginnen.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DIENSTAG, 07. 06. / 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

Die Kunst der Stille – Marcel Marceaus Geheimnis

Bip, die berühmteste von Marceaus Kunstfiguren, formt aus seinen Händen ein Herz und holt damit das Publikum zu sich heran, lädt es gleichsam in sein ungewöhnliches Leben ein. Biografischer Film über den französischen Pantomimen Marcel Marceau, in dem vor
allem seine Jugend als Résistance-Kämpfer und die Entstehung des modernen „Mimodramas“ ins Zentrum rücken. Unterschiedliche Erzählstränge verbinden sich mit klassischen wie autobiografischen Mitteln des Dokumentarfilms zu einer interessanten Annäherung.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DONNERSTAG, 09. 06. / 20 UHR

Mehr zum Film

The reason I jump – Warum ich Euch nicht in die Augen schauen kann

REFERENTINNEN DIANA MÖBIUS + MONIQUE ZINK ZU GAST IM TIVOLI

Angestoßen von einem Buch des Japaners Naoki Higashida, der als 13-Jähriger beschrieb, wie er als Autist die Welt wahrnimmt, unternimmt der Film eine Reise in die Welt von Autisten. Higashidas Aufzeichnungen werden mit Alltagserfahrungen von fünf jungen Autisten und deren Angehörigen verbunden, wobei die detailbezogene und zerstückelte Wahrnehmungsweise der Protagonisten in kurzen Einschüben auf der Bild- und Ton-Ebene nachempfunden wird. Der Film baut Brücken in eine schwer zugängliche Welt und lädt
als sinnliches Erlebnis dazu ein, über die eigene Wahrnehmung der Welt nachzudenken.

Kooperationsveranstaltung mit dem Autismuszentrum
Mittelbaden-KOMM-mit e.V., anlässlich des int. Autistic Pride Day am 18. Juni. Im Anschluß Gelegenheit zum Publikumsgespräch mit Diana Möbius und Monique Zink.

Unsere Altersempfehlung: Ab 12 Jahre
DONNERSTAG, 16. 06. / 19:30 UHR

Mehr zum Film


| Ab 6 Jahren

Schmetterlinge im Ohr

Ein Lehrer hat seine zunehmende Schwerhörigkeit als Zustand akzeptiert, der ihm erlaubt, Lästiges einfach zu überhören und zu ignorieren. Allerdings hat dieses Verhalten zuweilen auch unangenehme Folgen, etwa als ihn seine Freundin wutentbrannt verlässt, weil er ihre Äußerungen über erotische Vorlieben schlicht nicht gehört hat. Auch bei seinen Schülern stößt der geschiedene Lehrer zunehmend auf Ablehnung. Als der Mittfünfziger notgedrungen doch ein Hörgerät akzeptiert, empfindet er dies dennoch als echte Zumutung. - Ist er doch noch noch viel zu jung für derartige Altershilfsmittel!

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
FREITAG, 17. 06. | SAMSTAG, 25. 06. JEWEILS 20 UHR

Mehr zum Film

NAWALNY – Gift hinterlässt immer eine Spur

Einen Giftanschlag mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok im August 2020 überlebte der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny
nur knapp. Nach seiner Behandlung im Berliner Krankenhaus Charité, Genesung im Schwarzwald und Rückreise nach Russland wurde er verhaftet und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Was Nawalny so gefährlich für Präsident Wladimir Putin, ja, zu
seinem „Albtraum“ und „Staatsfeind Nummer 1“ macht, zeigt der Dokumentarfilm „Nawalny“ von Regisseur Daniel Roher. Der Film gewann beim Sundance Filmfestival 2022 den Publikumspreis.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DONNERSTAG, 23. 06. / 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

Der Waldmacher

Eine Revolution der afrikanischen Forstwirtschaft – dies gelang dem australischen Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo zusammen mit seinem Team seit den 80er-Jahren. Wie Rinaudo dies gelang und wie steinig der Weg war, schildert die lehrreiche, unaufdringlich
gefilmte Doku „Der Waldmacher“ von Volker Schlöndorff. Der Film öffnet die Augen für ungenutzte Möglichkeiten und ist von großem Einfühlungsvermögen für die Porträtierten und deren innere Befindlichkeiten geprägt.

Unsere Altersempfehlung: ab 14 Jahre
DONNERSTAG, 30. 06. / 20 UHR

Mehr zum Film

Parallele Mütter

Die in Madrid lebende Werbefotografin Janis wird bei ihrer Affäre mit dem Anthropologen Arturo ungeplant schwanger. Da Arturo seine Ehefrau nicht verlassen will, beschließt Janis, das Kind alleine großzuziehen. Im Krankenhaus teilt sie sich ein Zimmer mit der ebenfalls ungewollt schwangeren 17-jährigen Ana. Die Geburt ihrer Babys findet am selben Tag statt, fortan unterstützen sich die alleinerziehenden Mütter. Gemeinsam stellen sie sich alten Traumata und Verdrängtem entgegen. Seit seinem Durchbruch in den 80er-Jahren ist der spanische Autor und Regisseur Pedro Almodóvar nicht mehr aus dem Reigen europäischer Filmschaffender wegzudenken.
Mit seinem neuen Film unterstreicht er einmal mehr, daß er nach wie vor einer der spannendsten Geschichtenerzähler ist. Das Drama eröffnete 2021 die
Filmfestspiele in Venedig und bescherte Penélope Cruz den Löwen als “Beste Darstellerin“.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
FREITAG, 01. 07. + SAMSTAG, 02. 07. + DONNERSTAG, 14. 07. jeweils 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 6 Jahren

Wie im echten Leben

Marianne ist eine angesehene, erfolgreiche Schriftstellerin, die gerade an einem neuen Buch arbeitet. Darin soll es um die wenig beachtete, oft ausgebeutete Arbeiterschicht gehen. Um Einblicke in die realen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu erhalten, reist Marianne in die nordfranzösische Hafenstadt Caen. Dort gibt sie sich im Jobcenter als arbeitslose, geschiedene Frau aus, die dringend eine neue Beschäftigung sucht. Das Arbeitsamt beschafft ihr schließlich eine Anstellung als Reinigungskraft.
Schon bald lernt Marianne eine Reihe von Frauen kennen, die seit vielen Jahren diese harte Arbeit machen. Sie freunden sich an. Doch Mariannes wahre
Identität belastet die Beziehungen. - Der Film basiert auf den Erlebnissen der Journalistin Florence Aubenas. Jahrelang hat Oscarpreisträgerin Juliette Binoche („Die Liebenden von Pont-Neuf“, „Der englische Patient“ , „Chocolat „) für die Verfilmung gekämpft. Unter der Bedingung, daß der preisgekrönte Schriftsteller Emmanuel Carrère („Yoga“) das Drehbuch schreibt, hat die Autorin schließlich zugestimmt. Das Ergebnis erschafft eine Menschlichkeit und Wahrhaftigkeit, die bis zur letzten Sekunde tief berührt.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
SONNTAG, 03. 07. + FREITAG, 15. 07. + SAMSTAG, 16. 07. jeweils 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 6 Jahren

Leon der Profi

Léon verdient sein Geld als Auftragskiller der Italo-Mafia in den Straßen von New York. Er lebt zurückgezogen und pflegt außer zu seinem Boss einzig zu seiner Topfpflanze ein freundschaftliches Verhältnis. Als die Familie seiner Nachbarstochter Mathilda von DEA-Polizisten brutal getötet wird, flüchtet das Mädchen zu Léon. Um sich an den Mördern ihrer Familie zu rächen, lässt sich Mathilda von Léon zur Profi-Killerin ausbilden. - Vor 25 Jahren war die ungewöhnliche Geschichte, über den hartgesottene Auftragskiller und dem jungen Nachbarsmädchen, zum ersten Mal im Kino zu sehen. Nicht zuletzt auch dank seiner exzellenten Besetzung, mit der späteren Oscar-Preisträgerin Natalie Portman neben Jean Reno und Gary Oldman, beeindruckt der Genreklassiker seit Jahrzehnten, immer wieder aufs Neue. Zum Jubiläum kommt „Leon“ als Director’s Cut und 4K-resauriert, für einen Abend, auf die Leinwände zurück. - Ein Muss!

DIENSTAG, 05. 07. / 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 16 Jahren

DOWNTON ABBEY II – eine neue Ära

Einige Monate nach dem königlichen Besuch auf Downton Abbey sorgt Lady Grantham für Überraschung: Ein verstorbener Liebhaber hat ihr eine Villa an der Côte
d’Azur vererbt. Lord Grantham will nach Frankreich reisen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Während seiner Abwesenheit übernimmt Lady Mary die Verantwortung für das Anwesen. Und die erwartet eine Reihe illustrer Gäste: Die amerikanische Stummfilmdiva Myrna Dalgleish wird nach Downton kommen, um hier einen Film zu drehen – was nicht nur die Crawleys, sondern auch die Dienerschaft in Unruhe versetzt. - Nachdem der erste Kinofilm den Besuch des britischen Königspaares etwas zu ernst genommen hat, geht es nun wieder mehr um den Humor. Die Fans der Bücher und der TV-Serie wird es freuen – ein wunderbar altmodisches
Kinovergnügen.

Unsere Altersempfehlung: ab 12 Jahre
DONNERSTAG, 07. 07. (OmU) + FREITAG, 08. 07. + SAMSTAG, 30. 07. + SONNTAG, 31. 07. jeweils 20 UHR

Mehr zum Film

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

Murat Kurnaz wird von den USA gefangengenommen und in das berüchtigten Gefängnis Guantanamo verbracht. Als seine Mutter Rabiye davon hört, fällt sie aus allen
Wolken. Sie versteht die Welt nicht mehr. Ja, ihr Sohn ist im sehr religiös, aber doch kein Terrorist. Sie wendet sich an den Anwalt Bernhard Docke, der Murat aus dem Gefängnis holen soll. Was folgt ist ein jahrelanger Kampf, doch die Mutter ist bereit alles für ihren Sohn zu tun und es sogar mit der Regierung Bush aufzunehmen. - Es ist sicher ein kühnes Unterfangen, die Geschichte des „deutschen Taliban“ nicht als knallharten Politthriller, sondern als Komödie zu erzählen. Aber genau damit hatten die Macher um Regisseur Andreas Dresen Erfolg. Auf der 72. Berlinale wurde der Film, mit Zwei Silbernen Bären, zum Jury- und Publikumliebling. Ebenso erhielt der Film Gilde-Filmpreis und wurde gleich zehnfache für den „Friedenspreis des Deutschen Films“ nominiert.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
SAMSTAG, 09. 07. + SONNTAG, 10. 07. + FREITAG, 22. 07. jeweils 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 6 Jahren

ONODA – 10.000 Nächte im Dschungel

Japan, 1944. Der 22-jährige Hiroo Onoda, ein japanischer Nachrichtenoffizier, wird im Zweiten Weltkrieg als Leutnant auf die philippinische Insel
Lubang gesendet. Seine Philosophie, die der offiziellen Linie zuwiderläuft, lautet, kein Selbstmord, am Leben bleiben, egal was passiert, die Mission ist wichtiger als alles andere. Als Japan kapituliert, kämpft die abgeschieden lebende Gruppe weiter, Onoda fast 30 Jahre bis 1974. Eine von Mythen
umrankte, aber tatsächlich wahre Geschichte, die in großer Ausführlichkeit erzählt wird. Reich an Atmosphäre ist Arthur Hararis Film, der 2021 in
Cannes als Eröffnungsfilm der Nebenreihe “Un Certain Regard“ lief.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
SONNTAG, 17. 07. / 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

SIGMUND FREUD – Freud über Freud

„Jude ohne Gott“ lautet der Untertitel der französischen Originalfassung, ein Titel der in der deutschen Fassung zum unverfänglicheren „Freud über Freud“ verändert wurde. Die Grundlage für diesen Film waren die aufwendige Recherchen von Regisseurs David Teboul. Er machte sich viel Muhe damit passendes Material zu finden. Was er entdeckte waren Bilder und Filmschnipsel aus weltweiten Archiven und dem privaten Nachlass der Familie Freud. Aus unzähligen Puzzleteilen setzte er ein Gesamtbild der Freudschen Biografie zusammen, wie man es bisher, in der Öffentlichkeit kaum kannte. Es gibt keine Interviews, es kommen keine Experten zu Wort, nur selten greift eine Erzählerstimme in die Handlung ein, die vom Wollen und Werden eines wissbegierigen Forschers erzählt. Auch der Privatmann Sigmund Freud wird intensiv und facettenreich beleuchtet. - Enorm viel wurde über Sigmund Freud seit seinem Tod vor über 80 Jahren geschrieben, seine Theorien wurden bewundert
und verdammt. Das Sigmund Freud nicht nur Arzt und Psychoanalytiker war, sondern auch Religionskritiker, ist weniger bekannt als andere Aspekte seines Lebens Oft wirkt der Erfinder der Traumdeutung nur noch wie ein Klischee. Der Dokumentarfilm bietet eine komplexe, genau recherchierte Einführung in Mann und Werk.

Unsere Altersempfehlung: ab 16 Jahre
DONNERSTAG, 21. 07. / 20 UHR

Mehr zum Film


| Ab 12 Jahren

Monsieur Claude und sein großes Fest

Monsieur Claudes Leben läuft längst nicht mehr in den beschaulich Bahnen, die er sich so sehnlich erhofft. Er und seine Frau Marie sind seit den multikulturellen Hochzeiten ihrer vier Töchter zwar gestählte Profis im Anzapfen tiefster Toleranzreserven, doch die sind allmählich aufgebraucht. Denn die ungeliebten Schwiegersöhne sind jetzt auch noch ihre Nachbarn! Die Aktivitäten seiner „Lieben“ entlocken Monsieur Claude ungeahnte Fähigkeiten in den Disziplinen Durchatmen, Augenbrauen-Hochziehen und plötzliches Verschwinden. Indes fragt sich seine Frau, wie es eigentlich um ihre Ehe bestellt ist. Denn der 40. Hochzeitstag steht bevor und auch die reife Liebe will gebührend beschworen sein. Claude schwebt ein romantisches Abendessen à la francaise vor. Dabei ahnt er jedoch nicht, dass die Töchter bereits in aller Heimlichkeit sein persönliches Armageddon planen. Bereits zum dritten Mal kommt das turbulente „Zusammenleben“ der franz. Multikulti-Familie Wiederwillens auch
auf die deutschen Leinwände.
Zum Bundesstart am 23. 07. ist Schauspieler Jochen Hägele zu Gast im Tivoli und auf das Premierenpublikum wartet zudem eine kleine
Überraschung.

Unsere Altersempfehlung: ab 12 Jahre
SAMSTAG, 23. 07. + SONNTAG, 24. 07. (OmU) + FREITAG, 29. 07. jeweils 20 UHR

Mehr zum Film

TICS – Mit Tourette nach Lappland

Daniel, Marika und Leo sind drei jungen Leute, die unter dem Tourette-Syndrom leiden. Sie gehören also zu den Menschen, die ständig unkontrollierte Laute von sich
geben oder von chronischen Zuckungen des Körpers geplagt sind. Gemeinsam mit einem Neurologen und einem Psychiater unternimmt das Trio einen Trip nach Lappland.
Sie haben die Hoffnung, in der menschenleeren Natur eine Heilungschance zu finden. Die Erfolge klassischer Therapien, von Elektroschocks bis Cannabis, waren
bislang überschaubar. Allein Leo war während seiner Arbeit, in einer Kita, auf wundersame Weise wie befreit. Kein unkontrolliertes Zucken mehr mit dem Kopf, keine unverständlichen Laute. Bis er Erzieher werden kann, ist es freilich noch ein anstrengender Weg. - in bisherigen Filmen diente das Tourette-Syndrom lediglich als Comedy-Einlage. In dieser Doku geht es nun ans Eingemachte. Die Tics und unkontrollierten Zuckungen des Trios sind zunächst ziemlich gewöhnungsbedürftig. Doch diese Zumutung für den Zuschauer lohnt sich. Die teilnehmende Beobachtung der sensiblen Art eröffnet einen wunderbaren Zugang zu einer gemeinhin unbekannten Welt.

Unsere Altersempfehlung: ab 12 Jahre
DONNERSTAG, 28. 07. / 20 UHR

Mehr zum Film